... und Schreiben

 

Parallel zum Malen begann ich zu schreiben, zunächst zu einzelnen Bildern, dann auch unabhängig von ihnen. Eine Vielzahl von Texten entstand, unterschiedlicher Formen und Genres.  Malen und Schreiben ergänzten sich, erklärten einander, wurden eins oder schienen mitunter nichts miteinander zu tun zu haben, stehen aber immer in engem Zusammenhang, da sie stets 'Spurensuche' betreiben.

 

Am deutlichsten ist dies bei meinem Roman "Ich will Erzbischof werden", wenn er der Frage nachgeht, wie ein Mensch wird, was er ist.

Auch mein zweiter Roman "Thea" sucht nach Spuren, wenn er die Geschichte einer Familie erzählt durch die Zeitläufte des 20. Jahrhunderts, er sucht nach individuellen und kollektiven Spuren.

Der dritte Roman "Die Drei" erzählt von der schwierigen Beziehung dreier Schwestern in Köln in den Jahren 1936 bis 2010. Er beschäftigt sich mit der Frage, warum Beziehungen sich so und nicht anders entwickeln.

Der vierte Roman "Lene" erzählt die Geschichte einer Frau, die aus Liebe ihre Heimat, ein kleines Dorf im Westerwald, aufgibt und nach Köln zieht. Er zeigt ihr Scheitern dort und ihre Rückkehr.

Die Gedichte entstehen seit 2005 und begleiten meinen Alltag. Alle Themen, die mich bewegen, werden in ihnen erfasst, reimlos, aber in streng gebundener Form. Nicht nur eigene Erkenntnisse werden in eine Form gebunden, sondern auch Begegnungen mit Bildern, Menschen, Natur.

Die "Skizzen" sind Kurzgeschichten, in denen Ausschnitte aus dem Alltag pointenhaft zugespitzt dargestellt werden, oft ein wenig satirisch angeschnitten. Dabei verwende ich sehr häufig die Innensicht einer der Personen, die im Mittelpunkt stehen, aber mitunter auch den distanziert von außen betrachtenden Beobachter. "Auf dem Bahnsteig" sind Kürzestskizzen,  zu denen die Anregungen - im Zuge wartend - auf dem Bahnhof in Stuttgart entstanden.

Märchen sind Erzählungen, in denen in scheinbar ganz einfacher Form archetypische Situationen gestaltet werden, was mir besonders in unserer Zeit als sehr reizvoll erscheint.

In den "Schmetterlingsgeschichten", die im Erzählton an Märchen erinnern, versuche ich in bewusst einfacher Form allgemeine Fragen und Erfahrungen der Menschen zu beleuchten. Dialogpartner sind in diesen Texten das kleine blaue Männchen und der Schmetterling, die eine gemeinsame innere Geschichte erleben. Dennoch ist auch jede der Erzählungen für sich verständlich.

Gemeinsam mit der bildenden Künstlerin Erika Lomberg arbeitete ich an dem Projekt "Der gute Ort" zu dem Judenfriedhof am Blomericher Weg in Ratingen-Hösel.Wir wollten an diejenigen erinnern, die dort bereits seit über mehr als hundert Jahren begraben sind und an die sich kaum noch jemand erinnert. Frau Lomberg arbeitete bildkünstlerisch, und ich schrieb Erzählungen, in denen ich zeigen wollte, wie es hätte gewesen sein können, damals, im 19. Jahrhundert, in der jüdischen Gemeinde Kettwig vor der Brücke. So ist  der Erzählzyklus von elf Geschichten entstanden: "Für ein Kaddisch", eine jede ein Kaddisch für eine(n) uns Unbekannte(n). Die Erzählsammlung ist - mit Fotografien -  im September 2012 unter dem Titel "Kiesel zum Gedenken" im alcorde Verlag, Essen, erschienen.



 

Die Romane "Ich will Erzbischof werden" und Thea" sind veröffentlicht. Ebenfalls veröffentlicht ist die Erzählsammlung zu dem jüdischen Friedhof am Blomericher Weg unter dem Titel "Kiesel zum Gedenken". Mein dritter Roman "Die Drei" erschien am 1.12.2012 im AAVAA Verlag/Berlin, "Die rote Lene" am 7. September 2013 im alcorde Verlag. Mein Berlin Roman "Drüben" ist im September 2015 in Edition Paashaas Verlag erschienen. 

Zur Zeit arbeite ich an einem neuen Projekt, Arbeitstitel "der Sohn", das wieder nach Mittelhof führt.